«Dem Kunden zuhören – seine Absichten verstehen – sein Projekt umsetzen.»

Gabriele Gabrielli, Senior Manager

News Monitor

Vom Genfersee zu den Jurahöhen mit ABB-Antrieb

ABB Kundenmagazin. Nyon, wunderbar gelegen am Nordwestufer des Genfersees, ist Ausgangspunkt der 27 Kilometer langen Bahnlinie der «Chemin de fer Nyon–St-Cergue–Morez (NStCM)». Sie führt von Nyon bis nach La Cure, nahe der französischen Grenze. NStCM ist Mitglied von RAILplus, eine Kooperationsplattform für schweizerische Meterspurbahnen, die wertvolle Synergien ermöglicht.

Schmalspurbahn für Touristen und Pendler
Die Meterspurbahn wird jährlich von rund 1.5 Millionen Pendlerinnen und Pendlern rege genutzt, die aus der Juraregion über Nyon nach Lausanne oder Genf zur Arbeit fahren. Die Bahn ist frühmorgens während der Stosszeiten im 30-Minuten-Takt unterwegs und leistet so einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen öffentlichen Verkehr in der Region.

Langjährige Partnerschaft
NStCM setzt seit über 40 Jahren auf Lösungen von ABB und ihrer Vorgängerfirma Brown, Boveri & Cie. Auch die neueste Generation von Fahrzeugen ist mit energieeffizienter Antriebstechnologie ausgestattet, die am ABB-Standort in Untersiggenthal im Kanton Aargau entwickelt und produziert wird.

Zehn Triebzüge mit ABB-Antriebstechnologie
Insgesamt sind auf der Strecke der NStCM zehn Triebzüge von Stadler im Einsatz, allesamt nun mit zuverlässigen ABB-Traktionsumrichtern an Bord. Vier Triebzüge der 1. Generation sind bereits seit acht Jahren unterwegs. Die sechs Triebzüge der 2. Generation wurden 2021 in Betrieb genommen und komplettieren die Flotte. Sie ersetzen die älteren Modelle der 1980er Jahre.

Zwei Stromrichter auf dem Dach pro Triebzug
Die massgeschneiderte, robuste ABB-Traktionsumrichterlösung mit integrierter Bordnetzversorgung und Batterieladegerät ist kompakt in einem Gehäuse unterbracht und gewährleistet einen wartungsfreundlichen Zugang. In jedem Triebzug sind zwei Traktionsumrichter auf dem Fahrzeugdach verbaut. Sie wandeln die elektrische Energie aus der Oberleitung in die für den Antrieb der Fahrmotoren benötigte Spannung und Frequenz um. Zudem stellen sie die notwendige elektrische Energie für die Nebenverbraucher wie Heizung, Beleuchtung und Kundeninformationssysteme auf dem Fahrzeug bereit.

Bremsenergie clever genutzt
Beim Bremsen dienen die Motoren als Generatoren, welche die Bewegungsenergie in Strom umwandeln, der via Traktionsumrichter in die Oberleitung zurückfliesst und von anderen Zügen genutzt werden kann, anstatt die Bremsenergie in Abwärme umzuwandeln. Weiter ist es möglich, kurze Unterbrüche der Stromversorgung auszugleichen, indem der Traktionsumrichter die Bewegungsenergie des Fahrzeugs nutzt, um das Bordnetz des Fahrzeugs zu speisen, bis der Kontakt zum Bahnnetz wieder vorhanden ist.

Nah und kompetent: Servicevertrag als Erfolgsfaktor
Die persönliche und direkte Zusammenarbeit zwischen NStCM und ABB hat sich seit 2019 mit dem Servicevertrag intensiviert. Die langfristig angelegte Vereinbarung ermöglicht es ABB und NStCM, über den gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge optimal zusammenzuarbeiten. «Für uns ist es wichtig, dass wir Störungen rasch beheben können. Dafür ist ein unkomplizierter und ehrlicher Umgang auf Augenhöhe entscheidend», erläutert Pascal Juillerat, Leiter Instandhaltung Rollmaterial NStCM.

Rasch und nachhaltig: Ersatzteile lagern vor Ort
Das umfassende Serviceangebot von ABB beinhaltet verschiedene Komponenten. Um auf Probleme schnellstmöglich reagieren zu können, lagern beispielsweise ABB-Ersatzteile im eigens eingerichteten Konsignationslager auf dem Depotgelände. Fehlerhafte Komponenten können so rasch ausgetauscht werden. Das schafft nicht nur Nähe und spart Zeit, sondern ist auch nachhaltiger, da Ersatzteile nicht mehr angeliefert oder in Reparatur gebracht werden müssen. Die Kosten sind über eine jährliche Pauschale im Servicevertrag inkludiert. Sind ABB-Mitarbeitende vor Ort, nehmen Sie die ausgetauschten Ersatzteile mit. Bei Bedarf unterstützen ABB-Experten remote oder auch vor Ort und sind in Notfällen rund um die Uhr erreichbar.

Weltkonzern mit persönlichem Touch
In regelmässigen technischen Schulungen vor Ort in Nyon bilden ABB-Experten die Mitarbeitenden von NStCM aus, diskutieren Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze. So wurden auch die Optimierung der Traktionsumrichter für die 2. Generation Triebzüge gemeinsam entwickelt. «Dieser persönliche Kontakt ist sehr wichtig für ein vertrauensvolles, partnerschaftliches Verhältnis», erläutert Emma Nelissen, Project Manager Service Traction. Sie ist in Nyon aufgewachsen und kennt die Gepflogenheiten der Westschweiz sehr gut.

Offener Austausch wird geschätzt
NStCM schätzt den offenen Austausch mit ABB sehr, egal, was für ein Problem ansteht. «Wir profitieren von der technischen Expertise eines Weltkonzerns und erhalten gleichzeitig den individuellen und flexiblen Support, den wir brauchen», bringt es Pascal Juillerat auf den Punkt.

CC750NextGen folgt
Die Zusammenarbeit wird sich mit der für Ende des Jahres geplanten Auslieferungen eines neues Dienstfahrzeugs noch verstärken: An Bord befindet sich der Traktionsumrichter «CC750NextGen», die neueste Innovation von ABB hinsichtlich Leistungsdichte und kompakter Bauweise.

 

ABB-Experten bilden Mitarbeitende von NStCM regelmässig vor Ort aus.ABB-Experten bilden Mitarbeitende von NStCM regelmässig vor Ort aus.

Quelle: ABB Kundenmagazin

Erstellt:

Zurück