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Christian Müntener, Senior Manager

News Monitor

Russische Hacker greifen Schweizer Technologieriesen ABB an

20 Minuten.

Darum gehts

  • Die Hackergruppe Black Basta hat einen Ransomware-Angriff auf das Schweizer Technologieunternehmen ABB verübt.

  • Mehrere Hundert Geräte sind laut Mitarbeitenden betroffen, Projekte verzögerten sich teilweise.

  • Auch die NZZ und CH Media, die SBB, Bernina und Schweizer Behörden wurden in den letzten Wochen Ziel eines Hackerangriffs.

Die international tätige Schweizer Automatisierungsfirma ABB wurde Opfer eines Ransomware-Angriffs. Verantwortlich dafür sein soll die russische Hackergruppe Black Basta, die erstmals 2022 in Erscheinung trat.

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Der Angriff erfolgte gemäss dem Online-Portal «Bleeping Computer» am 7. Mai 2023. Zahlreiche Mitarbeiter berichteten davon, dass Hunderte Geräte betroffen seien. Mitarbeitende hätten sich während Tagen nicht mehr am betriebsinternen Netzwerk anmelden können.

Auswirkungen auf bestimmte Standorte und Systeme

Gegenüber 20 Minuten sagt die Medienstelle der ABB: «Wir haben vor Kurzem einen IT-Sicherheitsvorfall festgestellt, der direkte Auswirkungen auf bestimmte Standorte und Systeme hatte.» Das Unternehmen habe Massnahmen zur Eindämmung ergriffen, die weiterhin andauerten.

Berichten zufolge stört der Angriff den Betrieb des Unternehmens, verzögert Projekte und beeinträchtigt die Fabriken. ABB zu 20 Minuten: «Die Eindämmungsmassnahmen haben zu einigen Betriebsunterbrechungen geführt, die das Unternehmen derzeit behebt.» Die grosse Mehrheit der Systeme und Fabriken seien in Betrieb. «ABB arbeitet weiterhin verantwortungsvoll mit ihren Kunden und Partnern zusammen, um diese Situation zu beheben und ihre Auswirkungen zu minimieren.»

Zahlreiche Angriffe in den vergangenen Wochen

Die Firma mit Hauptsitz in Zürich beschäftigt über 100’000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 2022 erwirtschaftete das Unternehmen gemäss «Bleeping Computer» einen Umsatz von 29,4 Milliarden US-Dollar. Unter den zahlreichen Kunden befinden sich auch grosse Namen wie Volvo, Hitachi oder DS Smith.

In den vergangenen Wochen kam es zu einer Häufung an Hackerangriffen auf Schweizer Unternehmen. So wurden etwa Daten der NZZ und CH Media Anfang Mai im Darknet veröffentlicht. Auch die SBB und der Nähmaschinen-Hersteller Bernina wurden bereits als Opfer ausgewählt. Vor wenigen Tagen erbeuteten Hacker ausserdem Daten vom Basler Erziehungsdepartement und am 22. April wurden Daten der Vormundschaftsbehörde der Gemeinde Saxon VS erbeutet und im Darknet veröffentlicht.

Quelle: 20 Minuten

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