«Dem Kunden zuhören – seine Absichten verstehen – sein Projekt umsetzen.»

Gabriele Gabrielli, Senior Manager

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Riesenbatterie für die Region: Die AEW will im Geschäft der Speichertechnologien mitmischen

Aargauer Zeitung. Erzeugen, übertragen, speichern und nutzen – unser Energiesystem ist komplex. Wir brauchen rund um die Uhr Strom. Die Versorgung sicherzustellen wird mit zunehmender Zahl von Komponenten wie Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen oder der Elektromobilität, die das Stromverteilungsnetz eingebunden sind, umso wichtiger. So sieht die Aargauer Energiedienstleisterin AEW Energie AG eine Chance, im Geschäft der (Strom-)Speichertechnologien mitzumischen.

 
 
 

Das Pilotprojekt ist gestartet

Am Montag hat der Bau des Batteriespeichers bei ihrem Unterwerk an der Oberhardstrasse in Dättwil begonnen, wie das Unternehmen in einer Medienmitteilung bekannt gibt. Dabei handelt es sich um ein Pilotprojekt. Die Batterie wird direkt am Unterwerk in Dättwil angeschlossen. Bis Ende Oktober soll das Betriebssystem installiert sein.

Zweck des Projekts ist, die Batterie unter unterschiedlichen Bedingungen zu testen, unter anderem um die Mittagszeit, wenn das Netz am stärksten belastet ist. So will das Unternehmen Daten zur Stabilität des Netzes sammeln und analysieren, wie die Lebensdauer der Batterie optimiert werden kann.

Die Hitachi Energy aus Baden – eine Tochterfirma des japanischen Grosskonzerns Hitachi, die 2018 aus der Übernahme der Stromnetzsparte von ABB entstand – liefert das Betriebssystem für das Projekt. Das Konzept für den Betrieb wurde mit der Fachhochschule Nordwestschweiz entwickelt.

Wie funktioniert diese Batterie?

Den Strom beim Laden und Entladen bezieht die Batterie aus dem Mittelspannungsnetz, respektive sie gibt den Strom über dieses ab. Dies verbraucht keine zusätzliche Energie. Die Batterie zu laden, dauert weniger als zwei Stunden. Ihre Speicherkapazität beträgt 10 Megawattstunden (MWh), ihre Leistung 5,5 Megawatt (MW).

Zum Vergleich: Eine vollständige Ladung der Batterie speichert so viel Energie, wie zwei Haushalte mit je vier Personen in einem Jahr verbrauchen. Die Batterie könnte eine Gemeinde mit 11’000 Einwohnerinnen und Einwohner – was etwa der Grösse von Lenzburg entspricht – für rund 45 bis 60 Minuten mit Strom versorgen.

Das Projekt kostet rund 5 Millionen Franken und wird vollständig von der AEW Energie AG finanziert. Wie das Unternehmen auf Anfrage schreibt, gehöre das Projekt zum Leistungsauftrag des Kantons und decke sich mit den übergeordneten Zielen des Bundes.

Quelle: Aargauer Zeitung

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