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Die geplanten Ausbauprojekte für erneuerbare Energien in der Schweiz reichen nicht

AWP.

Schweizweit gibt es derzeit 104 bekannte Ausbauprojekte für erneuerbare Energien, wie der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) feststellt. Würden alle Projekte realisiert, würde laut VSE eine Jahresproduktion von 4 Terrawattstunden (TWh) erreicht und mindestens 3,4 TWh zusätzlicher Winterstrom. Benötigt würden aber mindestens 37 TWh.

In der VSE-Übersicht per Mitte September sind 34 Wasserkraftprojekte, 39 geplante alpine PV-Freiflächenanlagen, 28 Windkraftprojekte und 3 Biomasse-Projekte aufgeführt. Laut dem Verband mangelt es nicht an guten Projekten, um den Ausbau der Schweizer (Winter-)Stromproduktion substanziell voranzutreiben.

«Geplant ist aber noch nicht gebaut», stellt der VSE weiter fest. Praktisch gegen jedes Ausbauprojekt gebe es grossen Widerstand und jahrelange Rechtsstreitigkeiten.

Bis 2050 braucht die Schweiz aber massiv mehr Strom. Insbesondere mit Wasser-, Solar- und Windkraftanlagen muss sie eine Stromlücke von mindestens 37 TWh schliessen, mehr als die Hälfte davon im Winter. Zu diesem Schluss ist die VSE Studie «Energiezukunft 2050» in Zusammenarbeit mit der Eidgenössische Materialprüfungs und Forschungsanstalt (Empa) gekommen.

Die Stromlücke entsteht durch den Ersatz fossiler Energieträger mit Strom und die sukzessive Stilllegung der Schweizer Kernkraftwerke. Laut den Angaben des VSE reicht damit das heutige Ausbautempo Weitem nicht, um diese Lücke zu schliessen.

Die am Mittwoch veröffentliche Liste solle daher darüber Aufschluss geben, wie viele Terrawattstunden im besten Fall tatsächlich zugebaut würden, und welche Projekte durch Einsprachen verzögert und blockiert oder sogar ganz verhindert werden und was die Gründe dafür sind.

Quelle: AWP

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