«Strategien, Konzepte und wirkungsvolle Umsetzung in den Bereichen Public Affairs und Kommunikation»

Kurt Lötscher, Senior Manager

News Monitor

ABB und Imperial College verlängern Zusammenarbeit bei Kohlenstoffabscheidung zur Unterstützung von Nachwuchskräften und Energiewende

ABB Press Release.

ABB und das Imperial College London haben einen 10-Jahres-Vertrag zur Verlängerung ihrer erfolgreichen Partnerschaft unterzeichnet, sodass Net-Zero-Nachwuchskräfte und die technischen und wissenschaftlichen Fachkräfte der Zukunft weiterhin in einer speziellen Pilotanlage zur Kohlenstoff-abscheidung geschult werden können. Die Anlage ist weltweit die einzige ihrer Art in einer wissenschaftlichen Einrichtung.

Seit die Pilotanlage 2012 am Imperial College London eröffnet wurde, haben mehr als 4500 Studierende dort praktische Erfahrungen mit den technischen Lösungen von ABB gesammelt. Das Imperial College zählt zu den zehn weltweit führenden Hochschulen1 und ist für seine erstklassige Forschung und Lehre in Naturwissenschaften und Technik bekannt.

Mit der Vereinbarung will ABB den Studierenden von heute die nötigen Fähigkeiten für die Industrieprozesse von morgen vermitteln. Dazu wird in praxisnahen Anwendungen demonstriert, wie neueste Technologien zur Optimierung der Anlagenleistung und sicheren Bewältigung von Notfallsituationen beitragen können. Durch die Kooperation zwischen ABB und dem Imperial College erhält die Universität Zugang zu einigen der fortgeschrittensten Steuerungs- und Messtechnologien, die am Markt erhältlich sind.

«Dank der Verlängerung unserer Partnerschaft mit dem Imperial College können wir Studierenden weiterhin praktisches Training anbieten, um sie auf eine Karriere in der Industrie vorzubereiten», sagte Simon Wynne, General Manager UK & Ireland bei ABB. «Einer Studie von EngineeringUK zufolge wird das Vereinigte Königreich seine Emissionsziele bis 2050 nur mit Arbeitskräften erreichen können, die über geeignete MINT-Kenntnisse verfügen und für die Herausforderungen der Energiewende gerüstet sind.»

Die Anlage, die sich über vier Stockwerke erstreckt, nutzt das Prozessleitsystem ABB Ability System 800xA und mehr als 250 Instrumente zur Messung von Temperatur, Druck, Kohlendioxid und Durchfluss. Das System 800xA steuert und koordiniert automatisch alle Aspekte des Anlagenprozesses, der dann auf Displays im ABB-Leitstand visualisiert wird. Dort können Studierende die Abläufe beobachten und gegebenenfalls eingreifen.

Zusätzlich kommen ABB Ability Verification for Measurement Devices und die neue ABB Ability SmartMaster Plattform zur Verifizierung und Zustandsüberwachung zum Einsatz, um Studierenden die notwendigen Fähigkeiten zur Optimierung der Geräteleistung durch vorausschauende Wartung zu vermitteln.

«Wir haben unsere Partnerschaft mit ABB mit dem Ziel geschlossen, mehr Menschen für eine Laufbahn in der Chemietechnik zu motivieren», sagte Dr. Colin Hale, Senior Teaching Fellow am Imperial College London. «Ein Weg zu diesem Ziel war die Errichtung der Anlage zur Kohlenstoffabscheidung, mit der wir Studierende dafür begeistern wollen, zuvor im Unterricht behandelte Umweltthemen weiterzuverfolgen. ABB teilt diese Vision.»

«Während meiner Zeit in der Pilotanlage habe ich aktiv am Betrieb des Prozesses teilgenommen und ein besseres Verständnis der Entwicklung und Anwendung der Technologie entwickelt», berichtete Yiheng Shao, Student im vierten Jahr am Imperial College London. «Diese Erfahrung hat auch mein Vertrauen in die Rolle der Kohlenstoffabscheidung bei der Umsetzung von Netto-Null-Zielen gestärkt.»

Laut einer Studie von S&P Global kann die Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (Carbon Capture Storage, CCS) dazu beitragen, die Industrie zu dekarbonisieren, Emissionen zu reduzieren und Netto-Null zu erreichen. Dem Global CCS Institute zufolge ist die Zahl der CCS-Anlagen im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr weltweit um 44 Prozent gestiegen.

Um das Wachstum des kommerziellen CCS-Markts zu fördern, setzt ABB technische Lösungen ein, die Investitions- und Betriebskosten senken und Risiken im Zusammenhang mit der Integration in bestehende und neue Betriebe verringern. Im März 2023 ging ABB eine Partnerschaft mit dem Londoner Unternehmen Pace CCS ein, um die Abscheidung, den Transport und die Speicherung von industriellen Kohlendioxidemissionen leichter zugänglich zu machen. Zentrales Element ist die Anwendung von digitalen Zwillingen, um reale Prozesse virtuell nachbilden, Szenarien untersuchen und Konzepte testen zu können.

Im Frühjahr stellte die britische Regierung ihre Initiative «Powering Up Britain» vor. Diese enthält eine Reihe von Netto-Null-Verpflichtungen, um ein Energiesystem mit saubereren und erschwinglicheren Energiequellen zu schaffen, einschliesslich Finanzierungsmitteln in Höhe von 20 Milliarden Pfund zur Mobilisierung von Privatinvestitionen und Arbeitsplätzen im CCS-Bereich.

Quelle: ABB Press Release

Erstellt:

Zurück